Barf ist im Kommen. Die Ernährungsumstellung des eigenen Hundes auf natürliches, artgerechtes Futter leuchtet immer mehr Hundehaltern ein. Doch Barfen will gelernt sein. Und selbst, wenn Sie alles richtig machen, kann es immer noch vorkommen, dass Ihr Hund nicht glücklich mit der neuen Essenslage ist. Woran liegt das? Wir geben Ihnen Antworten auf die drei häufigsten Probleme.

Hund mit Wärmflasche auf dem Kopf

1. Mein Hund mag kein rohes Fleisch

Was dem Herrchen einleuchtet, scheint der Hund manchmal nicht nachvollziehen zu können. Gründe dafür gibt es mehrere.

  • Wenn Ihr Hund über Jahre hinweg mit Geschmacksverstärkern versetztes Trockenfutter gefressen hat, muss er sich wahrscheinlich erst einmal an das neue Futter gewöhnen. Genauso wie Kinder Fast Food lieber mögen als das Gemüse auf dem Teller, müssen auch manche Hunde erst wieder auf den Geschmack gesunder Ernährung kommen. Da heißt es am Anfang hart bleiben. Stellen Sie ihm die Hundeschüssel nur für 5 Minuten hin. Frisst er nichts, bekommt er sie erst zur nächsten Mahlzeit wieder. Sollte auch das nichts helfen, können Sie die BARF Ration nach und nach unter das alte Futter mischen. Das empfiehlt sich auch bei Hunden, die empfindlich auf eine Futterumstellung reagieren.
  • Frisst Ihr Hund sein Fleisch nur gekocht statt roh, können Sie versuchen, ihn langsam an die Rohkost zu gewöhnen. Gönnen Sie ihm anfangs noch die gekochte Variante, aber verringern Sie nach und nach die Kochdauer, bis Sie das Fleisch nur noch kurz überbrühen oder kurz erwärmen. Irgendwann können Sie es dann schließlich auch roh geben.
  • Wenn der Hund zu Beginn mit Durchfall oder Erbrechen auf das rohe Fleisch reagiert, muss auch das noch kein Grund zur Sorge sein. Normalerweise handelt es sich dabei um eine normale Reaktion der entwöhnten Hundeverdauung. Um die Symptome abzumildern, mischen Sie anfangs das neue Futter unter das alte. So kann sich der Verdauungstrakt Ihres Hundes langsam an die neue Nahrung gewöhnen. Weitere Tipps zu Umstellung auf Barf finden Sie auch hier. Halten die Symptome allerdings über Wochen oder Monate an, kann es sich auch um eine Futterunverträglichkeit oder Allergie handeln. Dann helfen nur der Gang zum Tierarzt und eine Umstellung der Futterzusammensetzung weiter.
Will der Hund partout nicht fressen, was auf den Tisch kommt, darf er anfangs auch mal in die Röhre schauen.

Will der Hund partout nicht fressen, was auf den Tisch kommt, darf er anfangs auch mal in die Röhre schauen.

2. Mein Hund verträgt keine Knochen

  • Auch hier gilt es, verschiedene Dinge zu beachten. Die erste Regel bei Knochenfütterung lautet: Niemals gekochte Knochen füttern! Gekochte und anderweitig erhitzte Knochen (egal welche Tierart) werden spröde und splittern leicht, was zu schweren Darmverletzungen bis hin zu tödlichem Darmverschluss führen kann. Dasselbe gilt für Gräten in Fischen.
  • Ebenso wichtig: keine Knochen ohne Fleisch verfüttern. Fleischlose Knochen können nur schwer verdaut werden und bleiben schlimmstenfalls kaum verdaut vor dem Magenausgang liegen, wo sie große Probleme bereiten können, wenn sie nicht erbrochen werden.
  • Sollte Ihr Hund grundsätzlich keine Knochen vertragen, bedeutet das ganz einfach: Keine Knochen füttern! So wichtig rohe Knochen für die Zahnpflege und den Kalziumbedarf von Hunden auch sind, können sie zur Not auch durch Kalziumpräparate, Knochenmehl oder zerkleinerte Eierschalen ersetzt werden.
Schwarze Billdogge vor Fleischknochen

Oberste Regel beim Knochen: nur roh – niemals gekocht!

3. Mein Hund stinkt – trotz Barf

Mehr als nur ein Hundebesitzer macht bei der Umstellung auf Barf die Erfahrung, dass ihr nunmehr rohverköstigter Vierbeiner nach einigen Tagen zu stinken beginnt. Das liegt allerdings nicht an der neuen Nahrung – sondern an der alten. Zusatzstoffe und unverwertbare Bestandteile im Trockenfutter werden nach und nach abgebaut, sobald der Hund wieder artgerechte Nahrung zu sich nimmt. Das führt zu einem Entgiftungsprozess, der sich unter anderem in recht starken Geruchsbildungen äußern kann. Davon können sowohl das Fell als auch die Mund- und Rektalregion betroffen sein.

Es ist durchaus möglich, dass diese Phase sich über mehrere Wochen hinstrecken kann. Sollte allerdings auch nach dieser Zeit keine Besserung eintreten, sollten Sie ihren Hund gegebenenfalls auf Unverträglichkeiten oder Allergien untersuchen lassen. Daneben ist zu beachten, dass gerade im Bereich Gemüse nicht alles für Hunde verträglich ist. Wird die Darmflora des Hundes gestört, kann es auch mal zu Blähungen mit dem entsprechenden Geruch kommen. Tipps dazu, auf welche Gemüsesorten Sie verzichten sollten, finden Sie hier.

Bilder: © iStock.com / WebSubstance; damedeeso; Eriklam

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